Selbstverbrennungen gegen den Krieg auf Sri Lanka
In der Ausgabe 312 der Zeitschrift iz3w findet sich ein kurzer Artikel über die Selbstverbrennungswelle im Januar und Februar 2009 im indischen Bundesstaat Tamil Nadu und in der tamilischen Diaspora, die von den deutschen Medien nicht wahrgenommen wurde.

Der Journalist Muthukumar (26) war der erste, der sich aus Protest gegen den Bürgerkrieg auf Sri Lanka selbst verbrannte.
Seit dem Erscheinen des Artikels kam es zu vier weiteren Selbstverbrennungen in Tamil Nadu, die durch den andauernden und besonders blutigen Krieg gegen die tamilische Zivilbevölkerung auf Sri Lanka ausgelöst wurden. In der letzten Phase des Krieges sollen dort etwa 20.000 Menschen getötet worden sein.

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Suizidwelle in Andhra Pradesh – Indien « Soziologie & Anthropologie schrieb dies am Juni 3, 2010 um 7:06 pm |
[...] Der Mann, der sich 1964 verbrannte, protestierte jedoch nicht gegen eine Hindu-Sprache – eine solche gibt es gar nicht -, sondern gegen die Einführung von Hindi als Amtssprache. Dies erschwerte Tamilsprechern den Zugang zu Studienplätzen sowie staatlichen Stellen und wurde deshalb in Tamil Nadu als interne Kolonialisierung durch Nordindien betrachtet. 1965 folgte eine Welle an Protestsuiziden aus der selben Motivation, bei der sich mehrere Menschen selbst verbrannten und selbst vergifteten. Bedingt durch den Krieg auf Sri Lanka kam es im Jahr 2009 zu zahlreichen weiteren Protestsuiziden im Bundesstaat. [...]
„Entsetzliches Fanal“ « Soziologie & Anthropologie schrieb dies am März 14, 2011 um 1:12 pm |